Dein Hund pinkelt – doch was im Urin steckt, verrät oft mehr, als man denkt. Ein einfacher Urintest kann frühzeitig auf Nierenprobleme, Infektionen, Diabetes oder Harnsteine hinweisen – oft noch bevor Krankheiten sich mit eindeutigen Symptomen zeigen.
Wann ist ein Urintest sinnvoll?
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Routine beim Tierarzt
Der jährliche Gesundheitscheck sollte auch den Urin beinhalten – besonders bei älteren Hunden. So lassen sich Nierentrends über die Jahre beobachten und Probleme frühzeitig erkennen. -
Wenn Krankheiten bereits bestehen
Bei Nieren- oder Harnwegserkrankungen hilft der Urintest, den Verlauf zu begleiten und die Behandlung zu optimieren. -
Vor Narkosen oder OPs
Vor chirurgischen Eingriffen prüft dein Tierarzt die Nierenfunktion, um Risiken einschätzen zu können.
So wertvoll ist eine Urinprobe
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Früherkennung: Infektionen, Steinbildungen oder Diabetes können erkannt werden, bevor dein Hund auffällige Symptome zeigt.
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Verlaufskontrolle: Bei bestehenden Erkrankungen unterstützt der Urincheck die langfristige Beobachtung.
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Operationssicherheit: Eine gesunde Nierenfunktion verbessert die Prognose bei Operationen erheblich.
Urinprobe selbst sammeln – so klappt’s
Mit ein wenig Vorbereitung gelingt dir die Probe quasi nebenbei:
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Sammle frischen Urin beim nächsten Spaziergang in einem sauberen Behälter (z. B. Schraubglas)
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Nutze eine sterile Pipette, um etwa 10 ml einzufüllen
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Kühl das Glas und bring es zeitnah zum Tierarzt – so bleiben die Werte möglichst unverändert
Probenverfahren beim Tierarzt
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Blasenpunktion oder Katheter: sterile Methoden für Laborqualität
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Spontanurin: ideal, wenn dein Hund vor Ort pinkelt und die Probe direkt aufgefangen wird.
Wichtige Urinparameter im Blick
Wichtige Werte wie pH, Dichte, Glukose, Proteine, Blut, Sediment (Bakterien, Kristalle, Zellen) geben präzise Aufschlüsse über Nierenfunktion, Infektionen oder diabetische Prozesse
